Unfertige Games im Laden – Kopierschutz der Zukunft?
19. Juli 2010 in Kategorie: Allgemein, Game News

Foto: Flickr / Uli H.
Was auf den ersten Blick eher unrealistisch erscheinen mag, macht tatsächlich Sinn. Jetzige Versuche Raubkopierer abzuschrecken, haben meist das Ergebnis, den ehrlichen Kunden leiden zu lassen. Bestes Beispiel ist der neueste Teil von Siedler, der ohne Internetanbindung quasi nicht spielbar ist.
Codemasters CEO, Rod Causens, spricht sich nun dafür aus, nur Teile eines Spieles in den Handel zu bringen, er hält genau das für den Weg den Publisher in Zukunft gehen sollten. Cousens erklärte gegenüber ComputerAndVideogames.com, dass diese Lösung für alle von Vorteil sei. Kunden könnten so das Rohkonstrukt eines Spieles für ein paar Euro im Laden erwerben und dann, ähnlich wie bei heutigen Addons, selber entscheiden, welche Teile sie hinzukaufen möchten. So kommen wirklich nur ehrliche Käufer in den Genuss eines vollwertigen Games. Weiter gibt Cousens auch an, dass das Preisgerüst von Konsolen- oder PC-Spielen entsprechend geändert werden müsse. Erst wenn alle angebotenen Pakete gekauft werden, dürfe das Spiel so viel kosten wie derzeit üblich. So würden Raubkopierer nie in den Genuss eines kompletten Spieles kommen und auch die Publisher erzielen auf lange Sicht bedeutend mehr Einnahmen, die sie wiederum in die Entwicklung neuer Spiele investieren können.
Ob dieses System sich etablieren kann und auch wirklich einen Nutzen hat, bleibt abzuwarten. Im Ansatz eine gute Lösung aber wie die Erfahrung zeigt, macht Not erfinderisch. Im schlimmsten Fall wird diese Methode die illegale Bereitstellung im Netz nur verzögern, aber nicht verhindern. Könntet ihr mit diesem System leben?
[via GameStar]
Tags: Games, Kopierschutz
Kommentar schreiben