Netzteile – nicht nur auf die Power kommt es an
30. Juli 2010 in Kategorie: Allgemein

Foto: Flickr / Neunerseb
Die wenigsten Gamer setzen bei ihrer Hardware auf einen PC von der Stange. Komplettsysteme bieten zwar alles für einen Out-Of-Box-Einsatz, aber meist sind die entscheidenden Komponenten die schwächsten. Also, selbst ist der Mann Gamer und legt die eigene Hand an.
Wer die aktuellen Games sein Eigen nennt, weiß auch, was für Hardware in den PC muss, um wirklich flüssig spielen zu können. Doch neben Grafikkarte und Prozessor ist auch das Netzteil ausschlaggebend für einen rund laufenden PC. Leistung ist wichtig, klar, schnelle CPUs und moderne Grafikkarten brauchen Strom. Auch wenn ein genereller Trend zu Energieeffizienz zu verzeichnen ist, ganz ohne geht es eben nicht. Und so sollte man auch auf ausreichend Watt beim Kauf achten. Wer schon mal ein Netzteil brauchte, kennt die Unterschiede. Combined Power, 80Plus oder PFC sind nur einige Beizeichnungen, die gerne verwirren.
Das Netzteil an sich hat eigentlich die simple Funktion, alle verbauten Komponenten mit der Spannung zu versorgen, die sie tatsächlich benötigen. Dabei hat jedes Netzteil nur die üblichen 230 Volt aus der Steckdose zur Verfügung. Es muss also Ströme mit entsprechenden Spannungen transformieren.
Combined Power
Netzteile mit Combined Power können nicht die maximal mögliche Gesamtleistung bereitstellen. Grund dafür ist der Umstand, dass die einzelnen Spannungsbereiche sich gegenseitig die Leistung wegnehmen.
PFC
Power For Correction oder auch Leistungsfaktorkorrekturfilter, ist eine in ganz Europa gültige Norm und dient dem Entgegenwirken von negativen Effekten aus dem Stromnetz. Dieser Filter soll also dafür sorgen, dass eine immer gleiche Stromzufuhr zum Netzteil gewährleistet wird.
80Plus
Diese Zertifizierung bescheinigt in erster Linie einen guten Wirkungsgrad von Netzteilen. Unterteilt in derzeit fünf Stufen kann hier abgelesen werden, wie hoch der effektive Wirkungsgrad unter einer bestimmten Auslastung ist. Allgemein bekommen Netzteile überhaupt erst eine 80Plus-Zertifizierung, wenn sie bei einer Auslastung von 20% eine Effizienz von 80% besitzen.
Trotz des Blicks auf Effizienz ist es ratsam, gewisse Leistungsreserven beim Kauf eines neuen Netzteils einzuplanen. Nicht selten kann es bei PCs zu Systemabstürzen kommen weil das Netzteil mit der Anzahl der verbauten Komponenten überfordert ist, dieser Meinung ist auch Netzwelt. Heutzutage sind Netzteile mit 400 – 650 Watt der Standard und reichen im Normalfall aus. Unterschiede gibt es dann aber auch in der Geräuschkulisse. Die Netzteile der diversen Hersteller sind beispielsweise aufgrund verbauter Lüfter unterschiedlich laut.
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