Computerausstattung

Gamer PCs – Steigende Anforderungen an Grafikkarten

Am Freitag, 14.09.2012 um 14:42 Gamer PCs – Steigende Anforderungen an Grafikkarten

Grafikkarten sind ein essentieller Bestandteil von Computerspielen und Computern im Allgemeinen. Sie steuern die Bildschirmanzeige, indem sie die vom Prozessor gesendeten Daten in ein Bild auf dem Monitor umwandeln. Mit immer besseren Spielegrafiken, schnelleren Bewegungsdarstellungen bei gleichzeitig steigender Auflösung, sind Grafikkarten heute meist schon nach einigen Monaten veraltet. Der Gamer steht vor der Wahl: In eine teure und sehr gute Grafikkarte investieren oder häufiger eine günstige Grafikkarte kaufen und sich mit abstürzenden PCs, hängender Grafik, häufigen Updates und Kompatibilitätsproblemen rumschlagen?

Komponenten einer Grafikkarte

Fakt ist: PC-Zocker sind meist auch echte Bastler. Ein Großteil der Spielergemeinde baut sich seinen Custom PC selbst zusammen, und treibt sich in zahlreichen Foren herum, um Tipps und Tricks einzuholen. Doch in welchem Preissegment bewegen sich Grafikkarten überhaupt? Und welche Leistungsanforderungen müssen sie erfüllen?

Die wichtigsten Komponenten einer Grafikkarte sind der Grafikspeicher, der -prozessor und die Schnittstelle. Während der Speicher einer Grafikkarte die maximale Auflösung sowie die Farbtiefe bestimmt, ist der Grafikprozessor für die Leistung und Geschwindigkeit verantwortlich. Die implementierte Schnittstelle beeinflusst, wie stabil die Verbindung der Hardware zu anderen Hardwarekomponenten läuft. Der Grafikspeicher liegt mitterweile meist zwischen 512 und 1024 MB. Ein Problem der Hochleistungs-Grafikkarten ist die Wärmeentwicklung – viele Bastler bauen deshalb sogar mehrere Kühler in ihren PC ein, um die Grafikkarte nicht zu stark zu belasten. Am besten kühlen dabei die sogenannten Wasserkühler.

Was Grafikkarten alles können müssen

Die Preisspanne von Grafikkarten ist extrem hoch. Es gibt sie bereits ab 25 Euro und bis hin zu 14.000 (!!!) Euro. Doch nicht jede Grafikkarte ist als Spielegrafikkarte geeignet und diese kosten meist „nur“ bis zu 1.000 Euro, wobei man schon unter 200 Euro gute Grafikkarten bekommen kann. Bei den Spielegrafikkarten konkurrieren hauptsächlich AMD mit der Radeon-Serie und NVIDIA mit der GeForce-Reihe. Spielegrafikkarten sind auf Windows Systemsoftware-Komponente DirectX zugeschnitten, von der im August 2012 die neueste Version 11.1 für Windows 8 erschien. Eine gute Grafikkarte bietet die volle Hardwareunterstützung für DirectX und muss alleine deshalb alle paar Jahre ausgetauscht werden, weil häufig Probleme mit der neuesten DirectX Version auftreten. Die letzte DirectX Version, DirectX 11, erschien 2009, und schon kurz darauf veröffentlichte AMD die ATI-Radeon-HD-5000-Serie. Schon ein Jahr später folgte die nächste Serie, die eine bessere Unterstützung bieten sollte. Es geht also sehr schnell im Grafikkartengeschäft.

Zum Glück entscheiden aber die Spielehersteller mit welcher DirectX Version ihr Spiel laufen soll und ein Großteil der Spiele benötigt noch DirectX 9. Dennoch steigen die Anforderungen an die Auflösung des Spiels und damit auch an den Grafikspeicher. Wer sich mit einer niedrigeren Auflösung unter 1.280 x 1.024 Pixeln begnügt, kommt bereits mit einer Grafikkarte bis etwa 60 Euro aus. 300 bis 400 Euro lohnen sich nur, wenn man die 3D-Animationen von DirectX 11 nutzen will und bei einer Displayauflösung von mindestens 1.680 x 1.050 Pixeln ruckelfrei spielen will.

Grafik ist eben doch nicht alles

Man sieht also schon: Eine schnelle Grafikkarte steht nicht für sich alleine. Sie wird dann benötigt, wenn der Monitor besonders groß ist, die Auflösung besonders hoch und die CPU des Systems den Spielansprüchen überhaupt erst gerecht wird. Ebenso benötigt man eine gute Kühlung sowie ein ausreichend starkes Netzteil, das mindestens 500 Watt ziehen kann. Wer ein weniger aufgepumptes System hat, der muss sich zwar häufiger eine neue Grafikkarte besorgen, diese aber zu Preisen zwischen 30 und 60 Euro. Auf www.grafikkartenvergleich.org können interessierte Gamer sich noch weitere Informationen zu Grafikkarten einholen und sich Testberichte anschauen. Außerdem findet man dort auch eine Rangliste der aktuell besten Grafikkarten.

Ist man nicht bereit sich als „Computer Nerd“ durch’s Spieleleben zu basteln, dann ist ein Komplettsystem empfehlenswert. Einige Hersteller haben sich nämlich auf den perfekten Gamer-PC spezialisiert und bieten tolle Komplett-Lösungen an, die entweder vom Spieler zusammengestellt werden können oder aber auch von den Spielanforderungen eines Spiels bestimmt sein können.

Bild: G92 von cpradi, CC-BY 2.0

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